ca/co/cu und ga/go/gu
Im ersten Teil meiner Aussprache-Reihe hast du gelernt, wie du die Lautfolgen ci, ce (tsch) sowie gi und ge (dsch) richtig aussprichst.
Hier entstehen also 4 Zischlaute mit 2 unterschiedlichen Stärken.
Falls du den Artikel noch nicht gelesen hast, hier findest du ihn.
Was aber machst du, wenn auf ein c oder g ein a, o oder u folgt?
Beginnen wir mit dem Mitlaut c bzw. mit den Lautfolgen ca, co und cu. Hier sprichst du das c nicht als Zischlaut, sondern als hartes k, also einfach ka, ko und ku.
Hier sind ein paar Beispiele, die dir vielleicht schon mal begegnet sind:
– calamari, der italienische Tintenfisch oder Kalmar, ganz einfach kalamari gesprochen
– der bekannte Urlaubsort an der Adria, Caorle, gesprochen kaorle
– piccolo, italienisch für „klein“ mit der Aussprache pikkolo
– der italienische Vorname Francesco, gesprochen frantschesko
– die italienische Bezeichnung für die Küche, cucina, gesprochen kutschina
Die letzten beiden Beispiele enthalten nicht nur die Lautfolgen co und cu, sondern auch ce und ci, wo ein Zischlaut entsteht, wie du hier erfahren hast.
Du darfst also genau hinschauen, welcher Selbstlaut nach dem c kommt. Dementsprechend ändert sich die Aussprache.
Merke dir: Ein Zischlaut entsteht nur vor e und i!
Folgen auf das c entweder a, o oder u, bleibt der Laut hart und du sprichst einfach k.
Und, wie auch schon bei ce und ci, darfst du die Aussprache-Regeln, die du gerade für ca, co und cu kennengelernt hast, direkt auf die Lautfolgen ga, go und gu übertragen.
Nur, dass du den Mitlaut g auch g aussprichst und nicht ein hartes k wie bei c.
Hier hast du gleich wieder Beispiele, damit es für dich greifbarer wird:
– die italienische Bezeichnung für den Gardasee, lago di Garda, gesprochen lago und garda
– der berühmte Freiheitskämpfer Garibaldi, nach dem unzählige italienische Plätze und Straßen benannt sind, gesprochen garibaldi
– gorgonzola, der bei uns sehr beliebte norditalienische Schimmelkäse, gesprochen gorgonzola
– die beliebten Bandnudeln Linguine, gesprochen linguine
Und das ist schon die ganze Zauberei!
Wie du siehst, musst du dir hier gar nicht viel merken – eigentlich nur, dass c und g „hart“, also nicht als Zischlaut ausgesprochen werden, wenn ihnen die Selbstlaute a, o oder u nachfolgen.
È tutto – das ist alles! 😊
